Messepodcast

Digitalisierung & Innovation · 16. September 2026
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Shownotes
Was haben frische Brötchen, Künstliche Intelligenz, Start-ups und ein Boxring gemeinsam? Mehr als man zunächst vermuten würde.
In dieser Episode des Messepodcasts zur DiWoDo – Digitale Woche Dortmund ist Mirco Grübel, Gründer und Geschäftsführer von Bakerix, zu Gast. Der Vollblutunternehmer blickt auf eine lange Karriere zurück: vom Konzernmanagement über den Aufbau größerer Unternehmen bis hin zu Start-ups, Investments und neuen Geschäftsmodellen.
Mit Bakerix ist Mirco inzwischen in einer Branche unterwegs, von der er nach eigener Aussage ursprünglich keine Ahnung hatte: dem Bäckereigeschäft.
Die ursprüngliche Idee entstand während der Corona-Zeit. Was zunächst als B2C-Liefermodell für frische Backwaren gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem B2B-Geschäft. Heute bringt Bakerix lokale und regionale Bäckereien mit großen gewerblichen Abnehmern zusammen und übernimmt dabei Prozesse, die insbesondere für kleinere Bäckereien im direkten Geschäft mit Konzernen kaum abzubilden wären.
Dabei funktioniert Bakerix als Großhandel, ohne selbst große Warenlager aufzubauen. Das Unternehmen bündelt Anbieter, Bestellungen, Prozesse und Zahlungsströme und schafft damit einen Zugang zu regional produzierten Backwaren auch für große Unternehmen mit zahlreichen Standorten.
Wie KI kleine Unternehmen schnell machen kann:
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist Künstliche Intelligenz. Für Mirco steht fest: Unternehmen können die Entwicklung nicht einfach ignorieren.
Gerade kleinere und schnell agierende Unternehmen sieht er dabei im Vorteil. Während große Konzerne häufig durch komplexe Entscheidungswege, Strukturen und Regeln gebremst werden, können junge Unternehmen neue Technologien deutlich schneller in ihre Abläufe integrieren.
Bakerix selbst ist stark automatisiert und arbeitet mit vergleichsweise schlanken Strukturen. KI hilft dabei, Aufgaben schneller zu erledigen und Kapazitäten für anspruchsvollere Themen freizusetzen. Entscheidend ist für Mirco allerdings, die Technologie nicht einfach in einen „Automatikmodus“ zu versetzen: Menschen müssen verstehen, was die KI macht, Ergebnisse beurteilen können und kontinuierlich mit der Technologie lernen.
Von der Geschäftsidee in den Boxring:
Und dann geht es noch um ein ganz besonderes Dortmunder Start-up-Format: PITCH BOOM BANG.
Die Idee hat ihre Wurzeln in Mircos eigenen Erfahrungen bei außergewöhnlichen Pitch-Events. Statt Start-ups ihre Geschäftsideen in klassischen Präsentationen vorstellen zu lassen, treten Gründerinnen und Gründer bei PITCH BOOM BANG im direkten Duell gegeneinander an.
Keine klassische Konferenzbühne, sondern Fight-Night-Atmosphäre: Start-ups steigen in den Ring, müssen Publikum und Jury überzeugen und sich gegen ihre jeweiligen Kontrahenten durchsetzen. Das Publikum entscheidet mit, wer eine Runde für sich gewinnt.
Aus ersten Ideen und gemeinsamen Gesprächen entstand 2025 die Dortmunder Ausgabe. 2026 ging das Format im Rahmen der DiWoDo auf der Kokerei Hansa in die nächste Runde – unter anderem mit Regina Halmich. Auch ein „Friendly Fight“ zwischen den Rektoren der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum gehörte zum Programm.
PITCH BOOM BANG ist dabei bewusst kein gewöhnliches Pitch-Event: Start-ups treten direkt gegeneinander an, die Jury stellt kritische Fragen und das Publikum entscheidet mit über den Ausgang.