Messepodcast

Digitalisierung & Innovation · 16. September 2026
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Shownotes
Künstliche Intelligenz verändert Prozesse, Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen. Doch was bedeutet das eigentlich für die Menschen in den Unternehmen? Genau darum geht es in dieser Episode des Messe-Podcasts zur DiWoDo – Digitale Woche Dortmund.
Zu Gast sind gleich vier Gesprächspartner mit unterschiedlichen Perspektiven auf KI und Transformation: Tom Saeftel von kundenfixiert.de, Boris Thienert von CHANCEN DER KI®, Rebecca Labes von eck*cellent IT und Fabian Schütze von TRESONUS. Gemeinsam haben sie im Rahmen der DiWoDo ein besonderes Format auf die Beine gestellt: eine Fishbowl-Diskussion rund um Chancen, Sorgen und ganz praktische Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz.
Im Mittelpunkt steht dabei bewusst nicht die Frage nach dem perfekten Prompt oder dem neuesten KI-Tool. Stattdessen geht es darum, wie Menschen mitgenommen werden können, wenn KI in Unternehmen Einzug hält. Die Fishbowl schafft dafür einen offenen Raum: Jeder kann sich einbringen – vom Azubi bis zum Professor, unabhängig von Hierarchie und Funktion.
Das Format lebt von unterschiedlichen Perspektiven, Reibung und einem direkten Austausch. Aufzeichnungen oder Livestreams gab es bewusst nicht. So sollte eine vertrauliche Atmosphäre entstehen, in der Teilnehmer offen über ihre Erfahrungen, Unsicherheiten und auch über Probleme sprechen können.
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, warum viele KI-Projekte zwar technisch funktionieren, aber trotzdem nicht dauerhaft im Unternehmen ankommen. Häufig wird viel Aufmerksamkeit auf Technologie, Datenschutz und Infrastruktur gelegt – während Change Management und die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu kurz kommen.
Dabei wird deutlich: KI-Kompetenz bedeutet nicht nur, ein Tool bedienen zu können. Unternehmen und Mitarbeitende müssen Ergebnisse überprüfen, Fehler erkennen, nachschärfen und einschätzen können, wo KI tatsächlich einen Mehrwert liefert.
Ein Beispiel aus der Fishbowl zeigt, wie eine KI für Auszubildende Übungsaufgaben generieren sollte – ein großer Teil davon war jedoch fehlerhaft. Daraus entstand eine grundlegende Diskussion darüber, welchen Reifegrad KI-Lösungen eigentlich haben müssen, wie mit Fehlern umgegangen wird und welche Verantwortung Anbieter und Anwender tragen.
Auch die Frage nach dem persönlichen Nutzen von Effizienz spielt eine wichtige Rolle. Wenn KI beispielsweise eine Stunde Arbeitszeit einspart, bedeutet das nicht automatisch, dass Mitarbeitende einfach eine Stunde mehr Aufgaben übernehmen möchten. Die gewonnene Zeit könnte ebenso für Weiterbildung, Kreativität, Innovation oder Entlastung genutzt werden. Genau hier beginnt aus Sicht der Gesprächspartner echtes Veränderungsmanagement.
Darüber hinaus verändert KI auch Führung und Zusammenarbeit. Wie werden Ergebnisse kontrolliert? Wie viel Vertrauen braucht es? Muss sichtbar gemacht werden, wenn KI eingesetzt wurde? Und wie schaffen Unternehmen Räume, in denen Mitarbeitende experimentieren dürfen, ohne dass gleich jede Anwendung perfekt funktionieren muss?
Ein weiterer Blick geht auf den Standort Dortmund. Die Gesprächspartner sehen hier eine starke IT-, Software- und Innovationslandschaft. Besonders die DiWoDo schafft einen Rahmen, in dem Unternehmen, Wissenschaft, Kreative und Interessierte miteinander ins Gespräch kommen und unterschiedliche Sichtweisen auf Digitalisierung und KI austauschen können.
Weitere Termine und Angebote
Am 21. September 2026 öffnet eck*cellent IT seinen Dortmunder Standort und bietet zwei Veranstaltungen an: Eine Session zeigt anhand eines Unternehmens aus der Agrarwirtschaft, wie KI praktisch eingesetzt und dabei auch die Belegschaft mitgenommen werden kann. In einer zweiten Session geht es um einen KI-Hackathon aus dem Energiebereich und darum, was ein Team innerhalb von rund 48 Stunden entwickeln kann.
Auch die Community CHANCEN DER KI® möchte den persönlichen Austausch weiter ausbauen. Geplant sind weitere Fishbowl- und Community-Formate in verschiedenen Städten sowie digitale Veranstaltungen. Die Community umfasst nach Angaben im Gespräch inzwischen mehr als 26.000 Menschen